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Mittwoch, 18. Juli 2018
Mittwoch 02. Januar 2008

Richtungsänderungen

Rubrik: Sicherheitstipp
Von: Anneliese Kaltseis-Stickler, Kassierin von Radlobby OÖ

Sowohl beim Linksabbiegen als auch beim Rechtsabbiegen muss man als Radfahrer durch einen waagrecht ausgestreckten Arm anzeigen, in welche Richtung man abbiegen will, damit die anderen Verkehrsteilnehmer wissen was man vorhat und sich darauf einstellen können.
Besondere Vorsicht ist beim Linksabbiegen geboten. Es ist notwendig, zuerst nach hinten zu blicken. Sehr hilfreich dabei ist ein Rückspiegel. Auch für Fahrräder gibt es kleine Parabolspiegel, die nicht mehr wackeln. Erst wenn der Abstand zu von hinten herannahenden Fahrzeugen groß genug ist, soll man den linken Arm heben. Die Fahrzeuge von hinten sind zu beobachten. Wollen diese noch schnell überholen oder bremsen sie bereits und lassen einem links einordnen? Man muss sich möglichst in der Mitte der Straße, wenn ein Linksabbiegestreifen vorhanden ist, im rechten Teil von diesem einordnen. Nur wenn die entgegenkommenden Fahrzeuge noch weit genug weg sind, oder andeuten, dass sie dem Radfahrer die Vorfahrt lassen, kann man wirklich links abbiegen. Auch Radfahrer müssen Fußgängern auf Schutzwegen den Vorrang lassen und sich ihnen gegenüber grundsätzlich rücksichtsvoll verhalten.
Generell soll man bei Richtungsänderungen immer das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer beobachten und, wenn möglich den Blickkontakt zu den Lenkern der Fahrzeuge suchen, um sicher zu gehen, dass man als Radfahrer nicht übersehen wird.
Wenn man sich beim Radfahren sehr unsicher fühlt (z.B. durch zu wenig Übung, oder weil der Autoverkehr sehr stark und schnell ist), ist es vielleicht sicherer anstatt des Linksabbiegens vom Fahrrad abzusteigen und als Fußgänger das Rad schiebend (und damit den Vorrang der Fußgänger auf Schutzwegen genießend) die Straße zu überqueren.



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