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Samstag, 10. April 2021

Newsletter 4 - Juni 2009

NEWSLETTER der Initiative FahrRad OÖ

Ausgabe 4 vom 30.6.2009
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Inhalt:
- Podiumsdiskussion "Fahrradstadt Linz - Frust oder Lust?"
- Radweg Linz-Gallneukirchen
- Nibelungenbrücke Linz: SP und FP verhindern radfahrfreundlichen Ausbau
- Linz: Radmitnahme im öffentlichen Verkehr
- Einkaufen mit dem Fahrrad
- Radfahren und Radverkehrsförderung lohnen sich
- Landesförderung für Elektrofahrräder verlängert
- Italien ködert RadfahrerInnen mit Prämie für Radkauf
- Klimatour in Oberösterreich von 8. bis 10. Juli
- Radtourentipps auf www.ifahrrad.at
- Einspruchsfrist gegen Westring bis 13. August
- Termine
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Podiumsdiskussion "Fahrradstadt Linz - Frust oder Lust?"
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Die Initiative FahrRad OÖ veranstaltet am Montag, 6. Juli 2009 um 18:30
im Alten Rathaus in Linz (Hauptplatz) eine Podiumsdiskussion zum Thema
Radfahren in Linz. Es werden PolitikerInnen aller im Linzer Gemeinderat
vertretenen Fraktionen sowie der Radverkehrsexperte Prof. Michael
Meschik anwesend sein. Die Initiative FahrRad OÖ ladet alle
Interessierten herzlich ein, an der Podiumsdiskussion sowie an der
anschließenden 30-Jahre Jubiläumsfeier der Initiative FahrRad OÖ
teilzunehmen. Für die Teilnahme an der Jubiläumsfeier wird um Anmeldung per E-Mail an 30jahre(Klammeraffe)ifahrrad(Punkt)at ersucht: bitte teilen Sie Name, Adresse und Anzahl der TeilnehmerInnen mit. Einladung als PDF:
http://www.ifahrrad.at/cms/fileadmin/ifahrrad/Download/2009-06-einladung-30jahre-ifahrrad.pdf



Radweg Linz-Gallneukirchen
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Die kürzeste Radverbindung zwischen Linz und Gallneukirchen verläuft
entlang der Bundesstraße B 125 über Mittertreffling. Die 9 km lange
Strecke weist nur mäßige Steigungen auf und wird schon jetzt von vielen
RadfahrerInnen frequentiert, etliche davon täglich auf dem Weg zur
Arbeit. RadfahrerInnen werden auf dieser Strecke aber oft von Autos zu
schnell und mit zu wenig Seitenabstand überholt. Die Naturfreunde
Holzwiesen-Gallneukirchen und die Initiative FahrRad OÖ stellten daher
gemeinsam einen Antrag für die Errichtung eines Radwegs zwischen
Gallneukirchen nach Linz.
http://www.ifahrrad.at/radweg-linz-gallneukirchen



Nibelungenbrücke Linz: SP und FP verhindern radfahrfreundlichen Ausbau
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Ende April wurde von den Grünen ein Antrag im Gemeinderat zum
radfahrfreundlichen Ausbau der Nibelungenbrücke gestellt. Der Antrag
wurde von SPÖ und FPÖ abgelehnt und dadurch verhindert. Eine
radfahrfreundliche Umgestaltung der Nibelungenbrücke steht nun schon
seit Jahrzehnten aus, und wird somit weiter verzögert. Mit der vor einem
Jahr fertig gestellten Machbarkeitsstudie liegen seit damals die
Lösungsmöglichkeiten für eine Verbreiterung am Tisch. Die Kosten dafür
sind im Vergleich zu anderen Verkehrsprojekten gering. Die Initiative
FahrRad OÖ fordert daher, unmittelbar mit der Detailplanung für eine
Verbreiterung der Nibelungenbrücke zu beginnen, und dafür die
entsprechenden Beschlüsse in Stadt und Land herbeizuführen. Die
Initiative FahrRad OÖ plant eine Aktion für eine radfahrfreundliche
Nibelungenbrücke am Autofreien Tag am 19. September 2009.



Linz: Radmitnahme im öffentlichen Verkehr
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Ende Mai wurde die "revitalisierte" Pöstlingbergbahn wiedereröffnet,
wobei die bisher bestehende Fahrradmitnahmemöglichkeit abgeschafft
wurde. "Eine Fahrradmitnahme wäre in den neuen Fahrzeugen der
Pöstlingbergbahn technisch möglich gewesen, aber der Kunde, die Linz
Linien, wollte es nicht", so der Fahrzeughersteller Bombardier. Auch die
Behörde hätte keine Probleme mit einer Radmitnahme, wenn es in den
Fahrzeugen vorgesehen wäre. In Innsbruck ist beispielsweise eine
kostenlose Radmitnahme in allen Straßenbahnen und Bussen möglich,
während sich die Linz Linien darauf ausreden, dass "das Gesetz aus
Sicherheitsgründen die Mitnahme von Fahrrädern untersagt". Die
Initiative Fahrrad OÖ wird weitere Gespräche führen, um langfristig eine
Radmitnahme nicht nur in der Pöstlingbergbahn, sondern in allen Linzer
Straßenbahnen und Bussen zu erreichen.



Einkaufen mit dem Fahrrad
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Eine Studie von ARGUS Steiermark zeigt, dass Einkaufen mit dem Fahrrad
viel öfter möglich wäre, als es genutzt wird: meist lässt sich der
Einkauf leicht mit dem Fahrrad transportieren, nur selten wird wirklich
ein Auto benötigt. Trotzdem wird für die meisten Einkäufe das Auto
verwendet. Bei den beobachteten Einkäufen bei Lebensmittelgeschäften und
Baumärkten ergibt sich ein Anteil von 6 %, bei dem ein Auto wirklich
benötigt wurde. Bei 10 % war kein Einkauf erkennbar, weitere 14 % hätten
die Einkäufe im Radanhänger abtransportieren können. Die weitaus größte
Gruppe von 70 % jedoch waren Einkäufe, die auch bequem mit einem Fahrrad
mit herkömmlichen Korb hätten transportiert werden können. Ernüchternd
war hingegen die tatsächliche Verkehrsmittelwahl: das Rad wurde in nur
4 % der Fälle verwendet, zu Fuß kamen immerhin 19 %. Dominiert hat aber
wie erwartet das Auto mit 77 %.
http://www.radlobby.at/cms/artikel/datum/2009/06/06/velocity_konferenz_2009_re_cycling_cities.html
http://www.ifahrrad.at/gepaecktransport



Radfahren und Radverkehrsförderung lohnen sich
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Alltagsradfahren, also das Zurücklegen von alltäglichen Wegen wie z.B.
zur Arbeit und zum Einkaufen, ist eine Win-Win-Win Situation: es ist
umwelt- und klimafreundlich, die eigene Mobilität wird erfüllt und die
Gesundheit profitiert, wobei der Gesundheitsvorteil durch die Bewegung
die Beeinträchtigung durch Kfz-Abgase deutlich überwiegt. Medizinische
Untersuchungen konnten zeigen, dass regelmäßiges Radfahren zur Arbeit
nicht nur die Gesundheit verbessert, sondern auch das persönliche
Wohlbefinden steigert. Investitionen in den Radverkehr haben im
Vergleich zu anderen Verkehrsarten ein deutlich höheres
Nutzen-zu-Aufwand Verhältnis. Nach "Cycling England" bringt 1 € Ausgabe
für den Radverkehr 3 bis 4,5 € Einsparung im Gesundheitsbereich! Oder:
1 km Autofahrt kostet der Allgemeinheit 10 Cent, 1 km Radfahrt hingegen
bringt 16 Cent Gewinn.
http://www.radlobby.at/cms/artikel/datum/2009/06/06/velocity_konferenz_2009_re_cycling_cities.html



Landesförderung für Elektrofahrräder verlängert
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300 Euro Zuschuss zahlt das Land OÖ allen KäuferInnen eines
Elektrofahrrads, für Bezieher von Öko-Strom sind es sogar  450 Euro.
Mehr als 1000 E-Bikes wurden bisher subventioniert. Diese Förderung galt
ursprünglich nur noch bis Ende Juli, wurde nun aber bis 30. Sept. 2009
verlängert!
http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/SID-8CD065B5-F0C9F4F7/ooe/hs.xsl/75855_DEU_HTML.htm



Italien ködert RadfahrerInnen mit Prämie für Radkauf
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Die italienische Regierung plant als erste in Europa gezielt mehr Leute
zum Radfahren anzuspornen. Dazu hat sie 8,75 Millionen Euro für 2009
bereit gestellt. Hauptsächlich fließt das Geld in Prämien für
Fahrradkäufe: bis zu 30% des Einzelhandelspreises steuert der Staat bei.
Mehr unter:
http://www.bike-eu.com/news/3380/1st-in-eu-italian-government-spurs-bike-sales-with-incentives.html



Klimatour in Oberösterreich von 8. bis 10. Juli
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Die Klimatour macht heuer von 8.7. - 10.7. in Oberösterreich Station.
Die neunte Auflage der Klimatour steht unter dem Motto "SattelFEST im
Klimaschutz" und stellt das Fahrrad als klimafreundliche Alternative zum
Auto in den Mittelpunkt. Die Klimatour soll speziell Lust auf
Klimaschutz, biologische Landwirtschaft und fairen Handel machen. Es
sind alle (Privatpersonen, Schulen, Gemeinden, Vereine etc.) herzlich
eingeladen an der Klimatour teilzunehmen. Nähere Informationen zu den
Streckenabschnitten finden Sie unter http://www.klimatour.at
Nach Linz (Urfahr) kommt die Klimatour am 8.7.2009, Abfahrt nach
Puchenau ist um 13.00 Uhr vom AEC (Platz unterhalb), Ankunft Puchenau
ca. 13.15 Uhr.



Radtourentipps auf www.ifahrrad.at
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Sie haben Lust auf eine Radtour, aber noch keine Idee, wohin es gehen
soll? Auf der Homepage der Initiative Fahrrad OÖ finden Sie Tourentipps
unter http://www.ifahrrad.at/ausflugstipps
Insbesondere gibt es auch kinderfreundliche Touren und Touren mit
Bademöglichkeit. Einige Routen starten von Linz, die meisten Ausgangs-
und Endpunkte können mit Bahn+Rad erreicht werden. Wenn Sie Tourentipps
haben, die Sie gerne auf unserer Homepage veröffentlichen würden,
schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an info(Klammeraffe)ifahrrad(Punkt)at.



Einspruchsfrist gegen Westring bis 13. August 2009
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Seit 25.6. läuft im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung die
Einspruchsfrist gegen das Megaprojekt Westring Linz. Bis 13. August
können alle, die irgendwelche Gründe gegen dieses Projekt kundtun
wollen, dies beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
Technologie tun. Informationen dazu finden Sie in Kürze unter:
http://www.westring.info
Die Förderung des nachhaltigen Verkehrs ist einer der maßgebenden
Beweggründe für das Engagement der Initiative FahrRad OÖ, und da bewirkt
ein derartiges Projekt genau das Gegenteil. Deshalb unterstützt die
Initiative FahrRad diese Aktion der überparteilichen Plattform gegen die
Westring-Transitautobahn mitten durch Linz. Mit Ihrer Unterschrift
unterstützen Sie diese Bürgerinitiative in ihrem Kampf gegen dieses
Mammutprojekt, das noch viel mehr Autoverkehr nach Linz bringen wird.
Download Unterschriftsliste:
http://www.westring.info/fileadmin/UVP/UL_Vorlage_B_rgerinitiativen_032009.pdf

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Wenn Sie Kommentare oder Anregungen haben, und diese eventuell auch
direkt dem Linzer Radverkehrsbeauftragten mitteilen wollen, schreiben
Sie am besten einen Eintrag in unser Forum: http://www.ifahrrad.at/forum