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Sonntag, 31. Januar 2021
Donnerstag 21. April 2011

Für eine konfliktfreie Radwegverbindung durch den Volksgarten

Rubrik: Aktuelles Linz

Eine direkte Radwegverbindung zwischen Landstraße und Wienerstraße bzw. Hauptbahnhof entlang des neuen Musiktheaters fordert die Initiative FahrRad OÖ. „Wir gehen von der Zusage von Vize-BM Luger aus, eine solche direkte Verbindung ohne Umwege für Radfahrer zu schaffen“, so der stv. Vorsitzende der Initiative FahrRad, Mag. Gerhard Prieler.

Gemeinsamer Geh- und Radweg durch den Park für Hauptradroute ungeeignet

Forderung nach direkter Radwegführung

Unterführung Wienerstraße

Nachdem es sich um eine Hauptroute für den Radverkehr in Linz handelt, würden sich bei einem gemischten Geh- und Radweg Fußgänger und Radfahrer ständig in die Quere kommen. Gerade im Park stellt das Zusammenkommen von Menschen, die gemütlich flanieren wollen und teilweise auch mit Kindern unterwegs sind, und Radfahrern, die zügig vorankommen möchten, ein Konfliktpotenzial dar. „Wir wollen Lösungen, die nicht von vornherein zu Konflikten und Ärger zwischen Fußgängern und Radfahrern führen, daher treten wir für einen getrennten Radweg ein“, fordert Gerhard Prieler von der Initiative FahrRad. „Nicht vorstellbar ist für uns außerdem die Variante, bei der Radfahrer einen großen Umweg über die Volksgartenstraße fahren sollten. So etwas würde in der Praxis kein Radfahrer akzeptieren“. Und nur weil der Vorplatz des Musiktheaters einige Male im Jahr bespielt wird, kann es nicht sein, dass die Radfahrer das ganze Jahr auf einen großen Umweg geschickt werden.

So schön das Konzept ist, Musiktheater und Volksgarten zu verbinden, die Radfahrer wurden leider von Anfang an vergessen. Während klar und unübersehbar war, dass die in den Untergrund abtauchende Straßenbahn in das Konzept des Musiktheaters integriert werden musste, wurde der Radverkehr vor allem in Nord-Süd Richtung (Landstraße-Wienerstraße) schlicht und einfach ignoriert, obwohl es sich um eine der Hauptradrouten in Linz handelt und wir unmittelbar nach Bekanntwerden des Ergebnisses des Planungswettbewerbes für das Musiktheater auf den Bedarf dieser wichtigen Radverbidung hingewiesen haben. Trotz dieses bisherigen Planungsschlamassels muss nun eine gute Lösung gefunden werden, die sowohl Radfahrern als auch Fußgängern gerecht wird.

Bereits während der Bautätigkeiten zeigte sich die stiefmütterliche Behandlung dieser Radroute, die eine der Hauptverbindungen in Nord-Süd Richtung darstellt: Durch die Abrissarbeiten der Milchhalle war seit Herbst der Radweg verschwunden. Die Initiative Fahrrad OÖ konnte erreichen, dass ein provisorischer Radweg durch den Volksgarten verordnet und beschildert wurde. Doch mittlerweile ist diese Beschilderung wieder verschwunden, obwohl der entsprechende Wegverlauf nach wie vor passierbar ist.

Eine weitere Verschlechterung für den Radverkehr trat mit dem Umbau der Blumau für das Musiktheater im Bereich der Westbahnunterführung in der Wienerstraße ein, wo von Süden kommend die Bus/Radspur in eine zweite Autospur umgewandelt wurde. Sowohl Busse als auch RadfahrerInnen stecken nun mit den Autos gemeinsam im Stau, RadfahrerInnen können aufgrund der geringen Breite oft nicht rechts vorfahren. Die Verkehrsplaner argumentieren, dass die Auflassung der Busspur aufgrund der Auflösung des Blumau-Kreisverkehrs nötig wurde. Aus Sicht der Initiative Fahrrad OÖ ist es unfassbar, dass so eine Verschlechterung für den Rad- und ÖV-Verkehr von der Planung hingenommen wird, ohne dass vor der Umsetzung nach entsprechenden Lösungen gesucht wird. Die Einrichtung eines Radwegs beim Gehweg durch die Unterführung würde südseitig die Errichtung einer Rampe erfordern. Diese Maßnahme wird auf Anregung der Initiative Fahrrad OÖ derzeit geprüft. Die Initiative Fahrrad OÖ fordert, dass spätestens bis zur Fertigstellung des Musiktheaters auch hier eine attratkitve Lösung für den Radverkehr umgesetzt wird, nicht zuletzt auch deshalb, weil diese Unterführung im Bereich des Bahnhofs die einzige Möglichkeit ist, die Westbahn zu queren.



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